Entlang von drei künstlerischen Arbeiten (von Alexander Apostól, Naomi Rincón-Gallardo und Pauline Boudry/Renate Lorenz) werde ich mich im Vortrag mit Queer Art, queerverser Ästhethik und Queerversität als ästhetischem Prinzip befassen. Queerversität schafft – im Unterschied zur Diversität – Anerkennung für nicht-klassifizierendes Denken. Alternative Modi von Differenz – wie Ambiguität, Einzigartigkeit, Vielgestaltigkeit oder die unauflösbare Andersheit des Anderen – können durch künstlerische Praxen besser als durch linearen Text oder logische Argumentation zum Ausdruck kommen. Doch wie genau nehmen solche Modi von Differenz in künstlerischen Arbeiten eine Form an, so dass sich von queerverser Ästhetik sprechen lässt? Und welche Rolle spielt hierbei Queerversität als ein ästhetisches Prinzip?
Antke Antek Engel (xi/xens; they/them) ist Drx der Philosophie und leitet in Berlin das iQt-Institut für Queer Theory, das akademische, aktivistische und künstlerisch-kulturelle Praxen durch experimentelle Veranstaltungsformate miteinander verbindet. Engel unterrichtet auf Gastprofessuren für Gender und Queer Studies, hat zahlreiche Publikationen in den Bereichen Queer Theorie, poststrukturalistische Philosophie und visuelle Kultur verfasst und herausgegeben, arbeitet aktuell zu trans*versaler, planetarischer Gerechtigkeit und finanziert sich u.a. durch Lektorate.
Gastvortrag, 3.6.2026, 14 Uhr
