Schreiraum
Nicole Weniger, 2013

Der Schreiraum fungiert als Ventil für angestaute Gefühle, die im öffentlichen Stadtgeschehen unterdrückt werden. Er gibt den PassantInnen die Möglichkeit, in einem schalldichten Raum, mitten in der Stadt, ihren Wutausbrüchen, Freudenschreien und weiteren Ausrufen, freien Lauf zu lassen.
Betritt man den schalldichten Raum, kommt es zu einem Perspektivenwechsel. Der im Raum projizierte Livestream zeigt die Aussicht von einem Hochhaus in Wien. Man steht im übertragenen Sinne auf dem Hochhaus, mit Blick auf die Stadt. Der eigene Schrei wird wiederum von diesem hohen Punkt über Lautsprecher abgespielt und als verspätetes Echo im Raum zu hören sein.

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