Projektionskörper
Monika Freyer, Philipp Luftensteiner, 2009

Objekt und Betrachter sind voneinander abhängig. Sie benötigen einander um das zu sein, was sie sind. Doch erscheint dasselbe Objekt jedem Rezipient in einem anderen Blickwinkel, da dieser beim Wahrnehmen seine eigenen Erfahrungen projiziert. Er macht die Form in einem gewissen Licht sichtbar, so wie ein Anderer anderes daran erscheinen lässt. Ähnlich verhält es sich mit Projektionen und Objekten. Die Erscheinung jedes Objekts setzt die Anwesenheit von Licht voraus, um visuell wahrgenommen zu werden. Die Projektion benötigt Oberfläche auf die sie treffen kann, da sie sonst nicht sichtbar ins Leere strahlen würde. Je nachdem wie Projektion und Objekt aufeinander treffen, entstehen optisch wahrnehmbare Formen. Ein bestimmter Ausschnitt wird in bestimmter Gestalt sichtbar. Unsere Arbeit ist eine experimentelle Versuchsanordnung, die die Veränderung einer oder beider der Komponenten visualisieren soll.

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