paper-jack
Paul Leitner, 2011
Rauminstallation

“paper-jack”, eine raumvariable Installation, die auf örtliche Begebenheiten reagiert:
A4 genormte Papierbögen, durch Wagenheber gegen die Wand gepresst, stemmen sich den Raumachsen folgend zwischen Wände, Decke und Boden.
Dadurch wird der Vorgang einer Expansion des Raumes suggeriert.
Einem Querbalken ähnlich, bildet das Papier – nicht mehr leicht, flexibel, zweidimensional – eine feste, stabile Struktur.
Durch Variation von Papierbögen und Ungenauigkeiten beim Aufbau bilden sich an der Materialoberfläche Unebenheiten.
Als brachialer Akt hinterfragt die Arbeit die Eigenschaften des Papiers, führt dieses in der Art einer Transformation dem Raum als Materialträger zu.
So können die Bedingungen und Grenzen des Raumes neu erforscht werden.
Auch durch die exzessive Nutzung des digitalen Raums kommt es zu einem Umdenken im Umgang mit Papier.
Zunehmende Digitalisierung verringert den Stellenwert des Papiers als Speicher- und Kommunikationsmedium.
Besonders in der Kunst ist der Verzicht auf das Medium Papier unvorstellbar.

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