Louis Braille Pavillon
Martin Grandits, Alex Ruthner, 2006
Installation, Wien

„New Babylon“ schwärmte schon in den 1960er Jahren der berühmte Situationist Constant Nieuwenhuys und meinte damit die Schaffung einer Stadt für den spielerischen, mobilen Menschen, in welcher er seine Kreativität frei entfalten kann. Der individuellen Raumgestaltung des Einzelnen steht die Gestaltung der Außenräume gegenüber, und genau hier liegt das Potenzial, an welcher sich das Projekt von City New orientiert. Die Anwendungsbereiche sind zahlreich und vielfältig, begonnen bei der Innengestaltung von Räumen jeglicher Art in der Größe von Bildern, über Wandinstallationen hinweg zu großen Fassadenveränderungen, etwa durch Projektionen. Die Projekte funktionieren genauso gut in Galerien wie öffentlichen Plätzen, innen und außen – U-Bahn-Stationen, Zinshausfassaden, auf einer Hütte in den Bergen, Bürokomplexen, Brücken, selbst Müllcontainer und Fahrschein automaten sind großartige Flächen, um zu experimentieren. Die monumental-architektonische Seite der Arbeiten von City New lässt viel Spielraum, was Technik und Objekt betrifft. Die angewandten Techniken sind Projektion, Malerei, Siebdruck, Digitaldruck, Plandruck … und funktionieren auf allen gängigen Medien, Leinwand, Innenräumen, Fassaden etc. Jede Möglichkeit der Veröffentlichung kann theoretisch und praktisch eingesetzt werden.

Pluszeichen

Die Arbeit beschäftigt sich mit den sich aus allgemein angewandten Zeichensystemen ergebenden Aspekten der Mehrfachdeutung, Widersprüchlichkeit oder Fehlinterpretation. Diese entstehen z.B. durch verschiedene Sprachen und Kulturen sowie Missverständlichkeit und Fehler in der Anwendung. Aber auch der Schritt in die andere Richtung, bewusste Verschlüsselung, Codierung und Unverständlichkeit, zeigen die Weitläufigkeit dieses Themas auf.

City New  ‘New Babylon’ was the rallying cry of the renowned Situationist Constant

City New ‘New Babylon’ was the rallying cry of the renowned Situationist Constant

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