off the beaten trackz
Simon Mullan, Bjørn Segschneider, 2005
Soundskulpturen, Performance, Experimental

Der Grundgedanke war einerseits, eine Skulptur zu schaffen, die aber trotzdem weiterhin in ihrem Ursprung vollständig funktioniert. Andererseits ging es um die komplette Verwerfung von Musikproduktion im Allgemeinen, die (Zer-)Störung des Vorhandenen, Bekannten, um mit völlig neuartiger Ästhetik und Rhythmik Neuartiges hervorzubringen. Musikalisches Neuland, das von den 1970ern an bis zu den 1990ern betreten wurde, ist seit fast zehn Jahren nicht mehr in Sicht. Alle Stile vertiefen sich nur stärker und werden immer spezieller und eingeschränkter. So bildete sich fernab der akustischen Arbeitsweise der Gedanke, rein optisch komponierte Vinylcollagen zu einem noch nicht dagewesenen Klang zu arrangieren. Der Rhythmus entsteht nicht mehr durch die Soundinformation auf dem benutzten Fragment, sondern durch dessen Größe und Anordnung. Dynamik wird durch die bewusst gewählte Gegenüberstellung von Interpreten und Stilrichtungen erzeugt. Dabei werden Einflüsse, Perspektiven, Orientierung, Identität, Motivation gebrochen und zerteilt und schlagen in einer neuen Kombination eine neue Richtung ein.

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