viennacontemporary 26 Sep 2019

Für die viennacontemporary 2019 präsentieren ausgewählte Studierende der Transmedialen Kunst – Vito Baumüller, Sebastian Köck, Gašper Kunšič, Vanessa Mazanik, Marlene Posch, Sarah Steiner und Suchart Wannaset – eigens gefertigte Multiples in unterschiedlichen Materialien und Techniken. Raphael Haider zeigt mehrere Lichtobjekte DEVIATION-T8/G13_fkh sowie Thomas Supper Wandarbeiten, mit Hitze bearbeitete Stahlplatten, die er FATPAINTINGS nennt.
Zur Eröffnung wird eine neue und für die spezifische Situation einer Messe erarbeitete Performance The production of a multiverse von Felix Helmut Wagner zu sehen sein.

Performancezeiten:
26.9. / 11.30 Uhr / 18.00 Uhr
28.9. / 15.00 Uhr

viennacontemporary

Transmediale Kunst I Brigitte Kowanz

Derzeit ist das Milieu künstlerischen Ausdrucks ein Ort der Pluralität, an dem immaterielle Praktiken in materielle einfließen oder ehemals materielle sich immer weiter auflösen. Transmedialität und die Räume, die sie schafft, lösen eine Reihe von Effekten aus, die das formale Wesen der Kunst infrage stellen und dazu führen, dass uns nur eine kontextbasierte Kunst bleibt, die auf Wahrnehmung (der Künstler*in), Absicht (der Raum) und Gestus (Kommunikation/Übertragung/Beständigkeit) beruht.
Das bedeutet, dass sich die Kunst in der postmedialen Ära der Wandelbarkeit von Formen und Ausdruck in den Bereich der Intentionalität und gestischen Bewegung zwischen Künstler*in und Publikum hineinentwickelt hat. Transmediale Kunst trennt Formalismus von Performativität, selbst wenn sie Materialien verwendet, und verortet Kunst im Bereich von Kommunikation und Erleben. Vielleicht leben wir in diesem bedeutungsvollen Augenblick, in dem formale Kunst nicht mehr so wichtig ist wie der Gestus, der ihr innewohnt. Während sich die Menschheit immer schneller in die Atemlosigkeit des Konsums, rasante Innovation und zunehmende Verbreitung von Kommunikationsmedien wirft, bietet die Kunst, die sich auf Gestus, Intention und Erleben konzentriert, einen Ort, an dem man sich noch positionieren kann, und das ist in einer fließenden, anomischen Zeit sehr wichtig – ein Ort unserer Menschlichkeit.
(aus: Patrick Lichty „Jenseits des Mediums: Der Gestus in der transmedialen Kunst“ in „lightness and matter – Transmedia Art“, edition Angewandte erschienen bei De Gruyter, 2018)

Ausstellungsdauer
26. - 29. September 2019

Marx Halle Vienna, Stand C33,
Karl-Farkas-Gasse 19, 1030 Wien

Öffnungszeiten
Donnerstag, 26. September 2019, Vernissage: 16:00–20:00 Uhr
Freitag, 27. September 2019: 12:00–19:00 Uhr
Samstag, 28. September 2019: 11:00–19:00 Uhr
Sonntag, 29. September 2019: 11:00–18:00 Uhr

Freitag bis Sonntag ab 16.0 h mit Studierendenausweis freier Eintritt

www.viennacontemporary.at