Gastvortrag Natascha Sadr Haghighian im Gespräch mit Fahim Amir 11 Mai 2021

beyond repair
Natascha Sadr Haghighian im Gespräch mit Fahim Amir

11.05.21 / 16.00 Uhr
Transmediale Kunst / @ Zoom 

Gastvortrag Natascha Sadr Haghighian im Gespräch mit Fahim Amir

Xander Heinl / photothek.net, 2019

Der Talk dreht sich um einige Arbeiten die in den letzten Jahren entstanden sind, insbesondere Ankersentrum (surviving the ruinous ruin), eine Arbeit mit vielen „Fingern“ die ich auf der Venedig Biennale 2019 gezeigt habe. Klangliche, performative und mediale Interventionen fanden parallel zur Installation im Pavillon statt und verknüpften damit sehr verschiedene Orte und Momente. Diese Form der Streuung ermöglichte asynchrones und dezentralisiertes Begegnen mit der Arbeit aber auch untereinander. Es ging um irreparable Zusammenhänge, tumultartige Selbstorganisation und Überlebensstrategien in ruinösen Systemen. 

 

Natascha Sadr Haghighian weist das übliche Konzept einer geschlossenen Erzählung von Lebensläufen, Biografien und Resümees zurück. Zu ihrer Biografie liegen, als Auswirkung ihrer künstlerischen Praxis, unterschiedliche Informationen vor: Geboren ist sie demzufolge 1963 in Teheran, 1967 in Budapest, 1979 in München oder Kassel, 1966 in London, 1953 in Teheran, 1967 im Iran oder Sydney. Aus den unterschiedlichen Biografien ist zu entnehmen, dass die Künstlerin in Budapest, Ellendale, Wimbledon oder Gütersloh oder Berlin oder Großbritannien oder Santa Monica, Kalifornien oder Bremen lebt und arbeitet.

 

Fahim Amir lebt als Philosoph und Autor in Wien. Er ist Mitherausgeber von Transcultural Modernisms (Sternberg Press, 2013) und schrieb das Nachwort zur deutschen Übersetzung von Donna Haraways Manifest für Gefährten (Merve, 2016). Zuletzt erschienen: Schwein und Zeit. Tiere, Politik, Revolte (Edition Nautilus, 2018).