Gastvortrag Angelika Loderer / 14.00 29 Nov 2017

Angelika Loderer (1984 geboren, lebt und arbeitet in Wien) studierte an der Universität für Angewandte Kunst, Wien, am Wimbledon College of Art, London sowie am Hendrix College, Arkansas, USA.

Solo-Ausstellungen (Auswahl) 2017 Angelika Loderer in der Secession, Wien; 2016 Animate im Salzburger Kunstverein; 2015 Coming in Pieces im Dortmunder Kunstverein. Ausgewählte Gruppenausstellungen: 2017 Sophie Tappeiner, Wien; El Quinto Piso, Mexico City; 2016 Forum Stadtpark, Graz; 2015 Gesso Art Space, Wien; Dortmunder Kunstverein; Austrian Cultural Forum Berlin

Gastvortrag Angelika Loderer / 14.00

Angelika Loderer, Untitled (Secession), Sand, Metall, 2017 (Foto: Matthias Bildstein)

Die Werke von Angelika Loderer könnte man als medienreflexive Skulpturen bezeichnen, insofern als die Künstlerin die Materialeigenschaften und Verarbeitungsprozesse ihrer Werkstoffe als grundlegende Parameter ihrer Arbeit in den Gestaltungsprozess einfließen lässt. Ihre Skulpturen sind häufig aus Metall gegossen oder bestehen aus „sekundären“ Materialien aus dem Bereich der Metallgießerei wie beispielsweise Wachs oder einem speziellen Gusssand, der sich durch hohe Formstabilität auszeichnet und im Sandgussverfahren verwendet wird. Er ist essentiell für die Herstellung der eigentlichen Gussform, hinterlässt im fertigen Objekt aber keine Spuren – er bleibt also unsichtbar. Loderer macht das Hilfsmittel zum Medium und „baut“ damit fragile und temporäre Skulpturen, die durch ihre Bestimmung als Gusssand auf den Werkstoff Metall verweisen und dieses gleichzeitig in einen spannenden und paradoxen Dialog zwischen der Dauerhaftigkeit des einen und der Flüchtigkeit des anderen bringen. Ihr unbefangener und experimenteller Umgang mit Materialien kennzeichnet ihre Arbeitsweise: Ungewöhnliche Materialkombinationen erzeugen reizvolle Objekte, die mitunter an „performative Skulpturen“ denken lassen.