Eröffnung Lichtzeichenprojekt OT 18.00 Uhr 08 Nov 2018

Eröffnung des Lichtzeichenprojekts OT zum Gedenken an die zerstörten Synagogen Wiens. Die fünf Meter hohe „Sternstele“ des Künstlers Lukas Kaufmann aus der Klasse Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst wird in Betrieb genommen.

 8.11. um 18:00 1020 Wien, Tempelgasse 5

Eröffnung Lichtzeichenprojekt OT 18.00 Uhr

© Jüdisches Museum, 2018

Die fünf Meter hohe „Sternstele“ des Künstlers Lukas Kaufmann aus der Klasse Transmediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst trägt einen ineinander verflochtenen leuchtenden Davidstern. Am 8. November 2018 werden im Rahmen des Gedenkens an das Novemberpogrom die Stelen an ihren vorgesehenen Standorten in Wien aufgestellt und permanent in Betrieb genommen. Eine in den Masten eingravierte Inschrift verweist auf den Namen der jeweiligen Synagoge und ihre gewaltsame Zerstörung durch die Nationalsozialisten, über einen QR-Code auf der Stele können Visualisierungen der rekonstruierten Synagoge abgerufen werden.

„OT“ steht in der hebräischen Sprache für das deutsche Wort „Symbol“ oder „Zeichen“. Im frühen Judentum hat es aber nicht nur diese Bedeutung, sondern ist auch ein spirituelles Merkmal der Beziehung zwischen Gott und Mensch.

Vor 1938 gab es in Wien fast einhundert Synagogen und Bethäuser, von denen heute jede Spur verwischt ist. Sie alle wurden, mit Ausnahme des Stadttempels, von den Nazis zerstört. 80 Jahre später soll ein einheitliches, andauerndes Zeichen zur Erinnerung an das sogenannte Novemberpogrom angebracht werden, welches im November 2018 erstmals leuchten und ab diesem Zeitpunkt permanent und unübersehbar an die Geschehnisse 1938 erinnern soll. Die Skulpturen in Form eines ca. 5 Meter hohen Metallmastes tragen einen ineinander verflochtenen leuchtenden Davidstern. Die Intention des Künstlers Lukas Maria Kaufmann ist es, die BetrachterInnen bzw. PassantInnen zu TeilnehmerInnen in einer Wahrnehmungschoreographie zu machen.

„Indem sie sich der Skulptur nähern und die wirren geschwungenen Linien des Leuchtkörpers sich kontinuierlich zur gleichmäßigen Struktur des Davidsterns ordnen.“, so Lukas Maria Kaufmann. Auf jeder Stele wird nicht nur die Information über die jeweilige Synagoge angebracht, sondern auch per QR Code deren virtuelle Rekonstruktion abrufbar sein.

18 Uhr, Tempelgasse 5, 1020 Wien
Gedenken, ZeitzeugInnenberichte, Lesungen und Ansprachen am großen Vorplatz des Psychosozialen Zentrums ESRA, musikalisches Rahmenprogramm vom Wiener Jüdischen Chor unter der Leitung von Roman Grinberg. Vom 8. bis 30. November 2018 wird die historische Fassade des Tempels in verkleinertem Maßstab als Bildrekonstruktion zu sehen sein. Anmeldungen an: info@esra.at oder +43-1-2149014

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Nähere Infos unter:
www.lichtzeichen.wien
www.koer.or.at/projekte/ot
www.jmw.at/de/projekt-ot