Transmediale Kunst arbeitet mit chemischen und physikalischen Systemen (Farbe und Licht), Fotografie, Film, Video, Zahlensystemen, sprachlichen Systemen, Digital Cinema, Schrift, Sprache, Farbdiagrammen, Zeit- und Raumkonzeptionen, Wahrnehmungsmuster; sie arbeitet mit mathematischen, physikalischen, psychologischen, neurologischen und anderen (natur)wissenschaftlichen Modellen, um die formale Umsetzungen ihrer Ideen zu unterstützen, zu bereichern und experimentell einzusetzen.
Transmediale Kunst dehnt sich ebenso auf das gesellschaftliche Feld aus. Im künstlerischen Kontext ist seit langem ein erneut ausgeprägtes Interesse an sozialpolitischen und soziokulturellen Themen zu beobachten und konturiert sich auch durch die Auseinandersetzung mit diesem Umfeld. Das betrifft vor allem das Interesse an den Interferenzen und Interaktionen von Körper-, Raum- und Zeitkonzepten besonders im öffentlichen bzw. architektonischem Raum.
Daher ist es wichtig in diesem Feld operative Ziele und Zeichen setzen zu können. Raum bzw. die Stadt ist als Labor zu sehen. Analysen und Versuchsanordnungen sind zu schaffen. Als erstes Projekt soll die Universität für angewandte Kunst zeitlich begrenzt als markantes Zeichen und medienübergreifendes Interface inszeniert werden.
Zulassungsprüfung 2012/2013
ACHTUNG: Termine sind vorverlegt!!!
English version
Spatial images, space and light installations, media installations,
performance installations, temporal images.
We focus primarily on artistic concepts and projects based on space
and time, allowing as much scope as possible for experimental
approaches.
Transmedia art is concerned with transdisciplinary initiatives in the
conceptualisation and implementation of art. It involves a critical
study of theoretical and practical methods and also investigates the
communicative, performative and processual aspects of art.
We work with a variety of chemical and physical systems: light and
colour, photography, film, video, numerical systems, linguistic
systems, digital cinema, writing, language, colour diagrams, concepts
of time and space, perceptual patterns; also with mathematical,
physical, psychological, neurological and other models in the natural
sciences, in order to support, advance and experimentally promote the
formal implementation of ideas.
Transmedia Art also studies social applications. Our main focus here
is on socio-political and cultural subjects, above all interventions
and interactions in connection with bodily, spatial and temporal
concepts.
Please Note:
Change of dates for entrance exams for the academic year 2012/2013 !!!
Gastvortrag:
Ernst Logar, Künstler, Wien
Mi.16 .5.12 um 10:30
Studio 2
"...seien es Rauminstallationen, Objekte, Fotos oder Texte, bringt der gesellschaftskritisch Hinterfragende, der auf zahlreiche Ausstellungen verweisen kann, verdeckte Inhalte an die Oberfläche und eröffnet dem Betrachter Zugang zu Themen, die verborgen oder totgeschwiegen werden..." (Zitat: Elke Fertschey, Kleine Zeitung)
Ernst logar ist ein Absolvent der Abteilung Transmediale Kunst.
Arthur!
Eine Ausstellung der Studierenden der Transmedialen Kunst
ERÖFFNUNG: Fr, 11 Mai 2012 um 19:30
Arthur Schnitzler Park und Bahnhofsareal, Baden
Über Interventionen im öffentlichen Raum: Eva Maria Stadler
Führung durch die Projekte: Peter Kozek
http://www.arthurschnitzlerpark.at
arthur@arthurschnitzlerpark.at
Zur Ausstellung
Der 150. Geburtstag Arthur Schnitzlers ist Anlass für das Projekt „Arthur!“. Der größte Teil der Handlung von Schnitzlers „Spiel im Morgengrauen“ ist in Baden angelegt und die entscheidende Wende der Geschichte findet auf dem Bahnhof statt. Die Novelle, der Bahnhof und der angrenzende Park bilden daher den thematischen Schwerpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung der Studierenden. Das Potential der spezifischen Handlungsorte für künstlerische Interventionen wird dabei ebenso befragt wie die Möglichkeit, mit gegenwärtigen künstlerischen Medien auf einen historischen Text zu reagieren. Die Fragestellung ist also, welche Inhalte sind zeitlos und daher auch aktuell, um die Grundlage für Transformationen zu bilden. Schließlich kristallisieren sich folgende Themen heraus: Zeit, insbesondere Momente, Augenblicke, die den Handlungsverlauf maßgeblich beeinflussen, Geld, die Faszination des Spiels, die Weitergabe von Schulden und Werten sowie gesellschaftliche Zwänge und die brüchige Moral im Umfeld von Fetischismus, Sexualität
und Tod. Entwickelt werden zehn temporäre Projekte, die den öffentlichen Raum markieren und erweiterte Räume der Durchdringung von Kultur und Stadt schaffen.
Unerwartetes verschiebt sich und öffnet vorgegebene Wahrnehmungsmuster. Der Status von öffentlichem Raum wird hinterfragt.
Projektbetreuung: Brigitte Kowanz, Peter Kozek, Wolfgang Obermair,
Elisabeh Wildling, Willi Kopf
Gastvortrag:
X-Wohnungen
Anne Schulz, Dramaturgin, Berlin
Mi. 2.5.12 um 10:30
Studio 2
Anne Schulz hat für das Hebbel am Ufer (HAU) in Berlin gearbeitet. Davon ausgehend hat sie X-Wohnungen organisiert und kuratiert (u.a. in Sao Paolo, Warschau, Wien, Mannheim...).
Zur Zeit ist sie als Dramaturgin bei den Berliner Festspielen tätig.
Gastvortrag: Michael Kienzer, Künstler
Mi. 18.4.12 um 10:30
Studio 2
"...Der steirische Künstler Michael Kienzer beschäftigt sich mit dem Wandel von Sehgewohnheiten: Er bricht sie, nimmt sie in ihre Elemente des Sehens und Beschreibens auseinander und führt sie in ungewohnte Zustände einer teilweise komisch anmutenden Logik..." (Zitat: Kunsthaus Graz, 2012)